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Interview mit Executive Coach und Berater Alexander Müller

Coaching ist in aller Munde, wozu brauche ich ein Coaching?

Sie brauchen Coaching dann, wenn Ihnen Ihre Vorhaben besonders gut gelingen sollen, Sie einen professionellen Gesprächspartner suchen um bestimmte Themen zu reflektieren und um Ihre Ziele wirkungsvoll zu erreichen. Aber auch, wenn Sie feststellen, daß die Strategie "immer mehr vom Gleichen" nicht aufgeht, wenn Sie merken an Ihre Grenzen gekommen zu sein oder mit Dominanz und Manipulation konfrontiert werden.

Was kann der professionelle Coach denn besser?

Dem professionellen Coach geht es -anders als meist dem "guten" Freund, Kollegen oder Chef- nicht darum etwas besser zu können, sondern darum, andere Perspektiven und Handlungsoptionen aufzuzeigen, die viel eher und wirksamer zum gewünschten Ziel führen.

Verwendet der Coach dann irgendwelche psychotherapeutischen Methoden und legt mich auf die Couch?

Nein, der Coach legt Sie natürlich nicht auf die Couch. Die sogenannte Tiefungsebene des Dialoges liegt nicht im psycho-therapeutischen Bereich. Hierzu hat ein Coach keinen Auftrag. Wenn er diesbezüglich Handlungsbedarf sieht, muß er den Klienten darauf aufmerksam machen und weitere Maßnahmen besprechen. Dazu ist allerdings notwendig, daß der Coach auch psychologische Kenntnisse besitzt. Einen Coach ohne universitäres Psychologie-Studium halte ich für ein Wagnis. Es ist wie Gehen auf dünnem Eis. Man kann als Klient gleich zweimal einbrechen: Am Dilletantismus und der Inkompetenz des unprofessionellen Coachs im Umgang mit ungewöhnlichen Situationen oder Krisen.

Aber man muß auch beachten, dies zur Ehrenrettung einiger erfolgreicher nicht-psychologischen Kollegen, daß es um ein fachliches z.B. produkt- oder strategiebezogenes Coaching gehen kann. Hierzu sind psychologische Kenntnisse sicher hilfreich, aber keine unbedingte Notwendigkeit.

 

Worauf muss man dann als interessierter Klient bei der Auswahl des "richtigen" Coaches  achten?

Grundsätzlich ist ein Helfersyndrom seitens des Coachs völlig fehl am Platz. Zunächst sollte er eine psychologische Grundausbildung im Sinne eines Studiums besitzen. Darüberhinaus ist eine systemische Zusatz-Ausbildung des Coachs von großem Nutzen für die Klienten. Der berufliche Background spielt allerdings eine ausschlaggebende Rolle: Der Coach sollte den relevanten Unternehmenskontext des Klienten verstehen, also Macht- und Entscheidungsstrukturen, (Sach-)Zwänge und Manipulationen, Erwartungshaltungen, Wertschöpfungskette, Markt und Kunden. Dies ist insbesonders bei der Beratung von Executives erforderlich. Schließlich ist die Lebens- und Berufserfahrung auch ein wichtiges Kriterium, um die gesamte Situation des Klienten mit seinem Anliegen zu verstehen und ihn adäquat zu beraten.

Was zeichnet denn einen "guten" Coach Ihrer Meinung nach aus?

Ein "guter" Coach sollte verschiedene Methoden und Werkzeuge beherrschen. Die Ausrichtung auf die eine Methode wie z.B. Aufstellungsarbeit ist viel zu kurz gegriffen. Die Coachs, die so etwas als die Lösung oder Methode schlechthin darstellen, sollte der Klient meiden. Hier schwimmt derjenige im mainstream der Modeerscheinungen.

Und schließlich sollte sich der Klient Fragen beantworten können: Versteht der Coach den Kontext in dem ich mich bewege? Hat er z.B. Erfahrung im Coaching von Vorständen/Geschäftsführern, von Entscheidern in Organisationen? Versteht der Coach das Business-Umfeld, hat er selbst Führungs- und Managementerfahrung? Oder war er vorher -oder ist er eigentlich noch immer- Psychotherapeut, Telefonseelsorger, Versicherungsvetreter, tibetanischer Mönch oder Tauchlehrer. Sie lachen jetzt, aber davon gibt es einige im Markt.

Aber helfen da nicht Coach-Verbände, die Spreu vom Weizen zu trennen?

Nein. Zur Bereinigung des Marktes helfen auch keine Coach-Verbände die in den letzten Jahren wie Pilze aus der Erde schiessen, um im Selbst-Lizenzierungs-Verfahren den Unternehmen und Klienten/Führungskräften vermeintliche Qualität vorzugaukeln. Persönlich lehnen meine Kollegen und ich derartige Täuschungsmanöver ab. Punkt.

Wir haben deshalb ein eigenes Coach-Netzwerk, das unser Verständnis von Qualität und professionellem Coaching wiedergibt. Fragen Sie nach konkreten Referenzen und holen Sie diese ein. Fast jedes erfolgreiche Coaching produziert Referenzgeber ohne falsche Scham. Dies muss nicht unbedingt ein Klient selbst sein, sondern kann auch der Auftraggeber, in Person des Führungskräfte-Verantwortlichen oder Vorstand/Geschäftsführers bzw. Vorgesetzten darstellen. Meine persönliche Erfahrung: Eine namhafte Führungskraft, wird sich um so eher als Referenz zur Verfügung stellen, um so mehr er von der Arbeit des Coaches überzeugt ist. Natürlich steht dabei immer und ohne Ausnahme die Vertraulichkeit im Vordergrund. Spätestens an dieser Stelle trennt sich die Spreu vom Weizen.

Wie steigt man ins Executive Coaching ein?

Bei Profis ist zum Einstieg für Kundenunternehmen ein honorarfreies Erst-Gespräch die Regel. Der Coach präsentiert sich, seine Haltung, Erfahrung, Methode und Vorgehen. Der Klient hat die Möglichkeit die o. g. wichtigen Fragen zu klären, sein Anliegen im Dialog zu präzisieren und zu prüfen, ob er dem Coach vertrauen kann und ihm Kompetenz für sein Anliegen zutraut. Für Privatklienten kann ein Erstgespräch allerdings auch kostenpflichtig sein. Dies liegt einfach an der unterschiedlich gehandhabten Honorarstruktur. 

Die genannte Erfahrungsaspekte des Coachs, sind entscheidend für ein zielführendes und erfolgreiches (Executive-) Coaching.

Interview durch Dr. E. Traupe

HCC Müller, Müller-Windus & Koll.  |  info(at)humancapitalconsulting.net